Dienstag, 20. August 2019

Axel Voss will Gamescom besuchen

Jedes Jahr strömen hunderttausende Besucher aus aller Welt alleine aufgrund der Gamescom in die Domstadt. Noch immer ist die größte internationale Videospielmesse. Auch in diesem Jahr werden vom 20. bis zum 24. August zahlreiche Gäste erwartet. Einer unter ihnen ist der Bonner EU-Abgeordnete Axel Voss.



Kein Scherz

Eigentlich klingt es wie ein schlechter Scherz. Die Ankündigung auf der diesjährigen Gamescom zu erscheinen, um an einer Diskussion über Netzpolitik teilzunehmen, bewegte zahlreiche Twitter-Nutzer zu hämischen Kommentaren und Witzen.

Zuletzt sorgte Voss mit seiner umstrittenen Urheberrechtsreform und dem damit einhergehenden Uploadfilter-Debakel für Aufregung. Insbesondere in der Netzaktivisten- und Gamerszene wurde er durch die mittlerweile beschlossene Reform angefeindet, ihm wird nachgesagt das Internet einfach nicht verstanden zu haben. Im Frühjahr dieses Jahres sind hunderttausende gegen die Inkraftsetzung der Urheberrechtsreform in ganz Europa auf die Straße gegangen, letzten Endes ohne Erfolg.

Teilnahme bereits im letzten Jahr

Im letzten Jahr zählte die Gamescom insgesamt 370.000 Besucher, man kann davon ausgehen, dass es in diesem Jahr nicht weniger werden. Eine größere Anzahl an internetaffinen, zumeist jungen Leuten lässt sich in Europa kaum anderswo "zusammentrommeln". Was also will einer der am meisten angefeindeten EU-Politikern nun auf der größten Spielemesse unter zahlreichen seiner wohl schärfsten Kritiker? Im letzten Jahr nahm er zwar auch an einer Podiumsdiskussion teil, damals war er innerhalb der Gamer- und Internetszene allerdings noch kaum bekannt und noch weniger umstritten.

Der Titel der Diskussion, die für den 21. August geplant ist und live im Internet übertragen werden soll, lautet „Don´t kill the Messanger: Netzpolitik und politische Kommunikation im Zeitalter von YouTube & Co“. Es bleibt abzuwarten ob Axel Voss tatsächlich auch zugegen sein wird. Einzelheiten zur Diskussion oder zu weiteren Diskussionsteilnehmern sind bislang nicht bekannt.

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