Freitag, 3. Juni 2016

Fallout 4: Eine gefährliche Reise durch das Wasteland

Es ist wieder passiert, ein Spiel von Bethesda spielt Zeitmaschine und das in gleich zweierlei beziehungsweise sogar dreierlei Hinsicht. Die erste Zeitreise versetzt den Spieler in die 2070er Jahre in einem leicht abgewandelten Abbild unserer Welt. Einem großen Zeitalter von Atom- und Fusionsenergie. Doch diese Welt brennt und aus kleineren Konflikten um Ressourcen entwickeln sich erste kleinere Kriege mit denen sich die Bevölkerung allerdings arrangiert hat. Jedoch zeigt sich ein anbahnender großer Krieg und zwingt die Leute zunehmend dazu, sich gegen einen Atomkrieg zu wappnen. Allem voran die fiktive Firma Vault-Tec bietet der Bevölkerung Schutzplätze in ihren Bunkersystemen an, einige gegen Geld und wieder anderen nach Kriterien die nur sie kennen. So auch dem Hauptcharakter des Spiels und seiner Familie.

Fallout 4 Logo

Kurzer Einstieg

Schon die Charaktererschaffung lässt den ein oder anderen Spieler stundenlang Zeit aufwenden um sich das von ihm gewünschte Ebenbild oder die gewünschte Spielfigur zu erschaffen und der dazugehörigen Partner lässt sich auch Gestalten. Nur einen Moment nach der Charaktererschaffung kann man sich das beschauliche Häuschen anschauen was an einen speziellen Mix der 1950er Jahre gepaart mit ähnlichen Vorstellungen von Robotern. Der skurrile Look trägt unheimlich zur Atmosphäre bei. Kaum hat an sich alles angesehen klingelt ein Vertreter der oben erwähnten Firma Vault-Tec an der Tür und bietet einem die Gelegenheit für die Dienste gegenüber dem eigenen Land, den USA, mit einem Platz in einem der wenigen Bunker für sich und die Familie entlohnt zu werden. Das unvermeidliche bahnt sich an, kaum hat man dem Aufdringlichen Mann mehr oder weniger zu gestimmt verschwindet dieser auch und man darf sich kurz um seinen Sohn kümmern, ehe man jäh durch eine Meldung aus dem Fernseher unterbrochen wird. Die USA werden von Atombomben angegriffen. Jetzt zahlt sich freut man sich kurz darüber noch kurzfristig einen Platz im Bunker bekommen zu haben, schnappt sich seinen Partner und das Kind und eilt in den nahen Bunker. Dort angekommen steht die nächste Zeitreise bevor...
Danach tritt einem die raue Welt eines nuklearen Fallouts entgegen und schmeißt alles nur erdenklich Gemeine und Brutale in die Waagschale. Der Charme der 2070er liegt plötzlich allerorts in Schutt und Asche und legt damit eine völlig neue Atmosphäre auf das was noch geschehen wird.

Fallout 4 Workshop

Charaktere mit hohem Detailgrad

Die Modelle der Charaktere wirken sehr echt und überzeugend und tragen mit ihren hochdetailierten Gesichtszügen und Bewegung zur Glaubwürdigkeit bei, lediglich die deutsche Synchronisation hat wieder einmal schwächen. Ein besonderes Feature geht sogar völlig verloren, denn im englischen Original sind für den Hausroboter tausende Namen eingesprochen wurden mit denen er einen Ansprechen kann, nachdem dieser festgelegt wurde darunter auch einige Beleidigungen. Im deutschen passt leider auch die Synchronisation nicht immer zu den Lippenbewegungen, aber dennoch besticht das Spiel mit einer tollen Optik.

Fallout 4 Automatron

Zahlreiche Spielstunden

Ebenso wie die Elder Scrolls Spiele oder die vorigen Fallout Spiele mit einer großen und freien Spielwelt in der es unheimlich viel zu entdecken und zu erledigen gibt. Und hier kommen wir zur dritten Zeitmaschine. Es gibt so unheimlich viel zu entdecken und so viel zu erledigen das man sehr schnell den Blick für die Zeit verliert. Hier erledigt man noch ein paar Supermutanten, bringt den Gegenstand zu einem Händler und will dann nur noch vom Erfolg seiner Aufgabe berichten nur um dann festzustellen das man dann doch 3 Stunden damit zugebracht hat weil man nahezu alles angesehen hat. Auch das Siedlungsbaufeature ist schön eingebunden kann aber hin und wieder ein wenig nerven wenn die Siedler wiedermal Hilfe benötigen. Aber das Gesamtpaket weiß trotz kleiner Schwächen dennoch zu überzeugen und lädt zu stundenlangen Erkundungstouren durch ein "nukleares Wasteland" ein. Fallout 4 ist bei Steam erhältlich, aber es lohnt sich auf einen Steamsale zu warten, denn der aktuelle Preis ist für ein Single-Player Spiel aktuell sehr hoch, wenn auch die Spielzeit davon viel wieder wett macht.

Fallout 4 Far Harbor

DLC Inhalte

Die angebotenen DLC Inhalte haben es alle in sich und bieten zusätzlich zum Hauptspiele, weitere hunderte Spielstunden Spaß. Obwohl die DLS's vergleichsweise teuer sind, lohnt sich der Kauf trotzdem, denn neben neuen Inhalten wie Gegenstände, Waffen, Rüstungen, Charaktere und Monster, erhält man auch neue Geschichten, Quests und neue Orte die man besuchen kann. Die DLS's erweitern auch das Hautspiel um einige wichtige Elemente.

Keine Kommentare:

Kommentar posten