Montag, 30. November 2015

Need for Speed - Reboot

Seit 1994 der erste Teil dieser mittlerweile Kult gewordenen Rennspiel-Reihe auf den Markt kam, haben sich über 100 Millionen Spiele verkauft. Lange Zeit galt Need for Speed als Referenz, schwächelte aber auch hin und wieder. Nach zwei Jahren Pause steht nun der neuste Teil der Serie bereit. Reboots sind zur Zeit weit verbreitet und so versucht auch Need for Speed einen Neustart und will mit dem neusten Teil an die glorreiche Vergangenheit der "Underground" Serie anknüpfen.

Need 4 Speed - Reboot


Den Spieler verschlägt es diesmal in die frei befahrbaren Straßen von Ventura Bay. Diese fiktive Stadt, angelehnt an das echte Los Angeles bietet Rasern viele Möglichkeiten ihrem Hobby nachzugehen. Zu Anfang des Spiels wird man nach einer ersten Verfolgungsjagd mit der Polizei von einem gewissen Dave mit dem Kreis der erlauchten PS-Süchtigen der Stadt  bekannt gemacht. Schon kann man Aufträge annehmen, die einem auf das Smartphone gesendet werden. Egal ob Drift Duelle, Kopf-an-Kopf-Rennen so richtig will aber kein echtes Renngefühl aufkommen, die Aufträge sind zu gleich und zu vorhersehbar.


Steuerung


Mitverantwortlich dafür dass kein echtes Renngefühl entstehen kann ist zum einen die Steuerung. Hier ist man wirklich anderes gewohnt. Egal welcher der 51 Fahrzeuge, ohne entsprechendes Tuning fahren die sich eher wie ein Traktor als ein Rennwagen und der leichteste Druck auf die Bremse führt direkt zu starkem Driften. Präzises Lenken ist fast unmöglich und sicherlich ein Hauptgrund dafür dass nicht so recht Freude beim Spielen aufkommen will.

Tuning


Nach ein paar Runden hat man dann aber genügend Geld um seinem Wagen ein Tuning zu spendieren und mit zunehmendem Tuning nimmt der Fahrspaß deutlich zu. Als 2003 "Need for Speed Underground" die Herzen von Hobby Rennfahrern und Hobbytunern höher schlagen ließ, waren dem Tuning kaum Grenzen gesetzt. Mit dem Relaunch wollten die Entwickler an diese Zeit anknüpfen, doch es ist nicht wirklich gelungen. Während man viele Wagen wirklich komplex modifizieren kann, wird einem diese Möglichkeit bei Ferraris z.B gar nicht in vollem Umfang nutzen. Hier muss der Spieler sich mit leichten Farbveränderungen zufrieden geben. Äußerlich kann man da nicht viel rausholen.

Grafik


Die Grafik wiederum ist die große Stärke des Spiels. Fahrzeuge und auch die Atmosphäre der Stadt sind teilweise wirklich beeindruckend. Hier hat "Need for Speed" sogar die Nase vor aktuellen Konkurrenztiteln wie "Forza Motorsport 6" oder "DriveClub". Die Audioeffekte sind ebenfalls sehr ansprechend, einen anderen Soundtrack hätte ich mir dennoch gewünscht. Lange kann man den Songs aus dem Radio zumindest nicht lauschen.

Fazit: Alles in allem gelang es den Entwicklern nicht an die beliebte Serie anzuknüpfen geschweige denn neue Maßstäbe zu setzen. Hier hätte sich jeder Fan sicher mehr versprochen. Was bleibt ist ein  Rennspiel mit toller Grafik und tollem Sound, das Fahrverhalten ist aber sehr rudimentär und hier ist man leider anderes gewöhnt.

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