Sonntag, 5. April 2015

Hearts of Iron 2 - Warum ich es lieber spiele als Teil 3 (und 4?)

Seit vielen Jahren zocke ich gelegentlich Hearts of Iron 2 - ein Spiel welches sich mit der detaillierten Darstellung des zweiten Weltkrieges aus strategischer Sicht befasst. Zwar gibt es schon längst einen Teil 3, der noch viel detaillierter und sicherlich auch nicht uninteressant ist, doch finde ich Hearts of Iron 3 einfach zu komplex, um es entspannt zu spielen. Ich bin Perfektionist und würde mich dort nur in den ewigen Weiten sehr umfangreicher Menüs verlieren und alles akribisch genau einstellen wollen, bevor ich auch nur meinen ersten Spielzug tätigen würde.




Deswegen ist das etwas weniger komplexe Hearts of Iron 2 ideal für mich, wenn ich mal wieder Lust habe, eine Nation zu steuern die am zweiten Weltkrieg teilnimmt. Besonders interessant finde ich es, eine kleinere Nation zu wählen und zu versuchen mit dieser heil durch den Krieg zu kommen, bzw. strategische Ziele zu definieren, welche ich dann versuche mit nur geringen Mitteln zu erreichen. In Hearts of Iron 2 kann man nämlich sämtliche Nationen spielen, die zwischen 1936 und 1945 existiert haben. Vom Spiel wird jedoch empfohlen, sich vorrangig eine der folgenden Länder zu nehmen:

  • Deutschland
  • USA
  • Großbritannien
  • Sowjetunion
  • Frankreich
  • Italien
  • Japan

Interessant ist es meiner Meinung nach darüber hinaus auch, zu versuchen mit einem chinesischen Teilstaat die Volksrepublik China zu gründen oder in Südamerika Brasilien oder Argentinien zu nehmen und mit einem dieser Länger zu versuchen diesen Kontinent zu beherrschen. Auch können noch einige andere mittelgroße Staaten wie Spanien, Jugoslawien, Rumänien oder die Türkei durchaus spielbar sein und sind eine interessante neue Variante, wenn man das Spiel schon x Mal mit den großen Playern durchgespielt hat oder es den Reiz verloren hat, "die Welt" mit einer ohnehin schon sehr starken Armee zu erobern.

Keine klassische Aufbau-Strategie


Im Gegensatz zu Civilization oder auch meinem aktuellen Lieblingsgame Europa Universalis IV, handelt es sich bei Hearts of Iron (2) nicht wirklich um ein Aufbauspiel. Zwar ist es auch möglich, Fabriken und Infrastrukturen zu bauen um seine Produktionskapazitäten zu erhöhen, doch der Fokus des Spiel liegt eindeutig auf dem Kämpfen an sich und Faktoren wie Wirtschaft oder Diplomatie sind der Kriegsführung untergeordnet.

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Angriff deutscher Truppen auf die Sowjetunion

Der Kampf ist dabei so detailliert gestaltet wie in kaum einem anderen Strategiespiel. Greift eine Armee eine andere an, so zählt nicht einfach nur die Zahlen-mäßige Überlegenheit oder die Frage, welche der beiden Seiten mit moderneren Waffen ausgestattet ist. Hearts of Iron geht da viel tiefer und zieht Dinge wie

  • Zangenangriffe / Einkreisungen,
  • Landschaftsgegebenheiten,
  • Wetterlagen / Jahreszeiten / Tageszeiten,
  • Einheitenerfahrung,
  • Anführereigenschaften,
  • moralische Aspekte,
  • Verschanzungs-Faktoren

und vieles mehr mit ein. So muss der Spieler tatsächlich über Fähigkeiten wie ein General verfügen um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ein derartiges Kampfkonzept lässt Spiele wie Civilization schon fast stumpf erscheinen.

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US-Schiffe rücken in den Atlantik aus

Teil 4 in Sicht


Wie schon gesagt, ist mir Hearts of Iron 3 einfach zu abgedreht, was die Detailtiefe angeht und Einiges erscheint höchstens erst auf den fünften Blick logisch. Interessant dürfte also die Frage werden, ob Paradox Interactive mit Hearts of Iron 4 vielleicht wieder ein Stück weit zurückrudern wird. Derzeit macht es den Anschein, als könnte das Spiel im Verlauf des Jahres 2015 endlich erscheinen...

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